RE: "Anforderungen" an WSS - 5



#61

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 17.05.2012 12:44
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Erst mal: Danke für eure Antworten.
Ich lerne ja gerne dazu und möchte verstehen.
Und NEIN, ich behaupte definitiv nicht, dass jeder Hund mit viel Trieb böse und gefährlich ist. Das liegt mir absolut fern und ich sehe Trieb auch keinesfalls als prinzipiell schlecht oder böse (im Gegenteil!).

Also, nur zum Verständnis. Die Rottweiler in meinem aufgeführten Beispiel waren alle aggressiv und das gezeigte Verhalten hatte absolut nichts mit ihrem Trieb zu tun...? Dann stehe ich tatsächlich auf dem Schlauch. Ich war nämlich der Auffassung, dass ein "normaler" Rottweiler durchaus Schutztrieb und Beutetrieb besitzt (und daran gekoppelt auch ein gewisses Territorialverhalten).
In diesem Fall war also das Ziel "das Fernhalten von Eindringlingen" bzw. die Motivation des Hundes ist es, sein Territorium und sein Rudel zu bewachen. Der Reiz waren die vorbeilaufenden Besucher (inkl. Dackel), die eine Reaktion bei den Rottweilern ausgelöst haben (= potentielle Eindringlinge) -> Reaktion = Verbellen und zur Not "drohen". Ist dieser Gedankengang bis hierhin falsch? WIE der Hund sein Ziel erreicht, und OB er das Ziel konsequent verfolgt, steht natürlich auf einem anderen Blatt und ist von vielen Faktoren abhängig (Erziehung, antrainierte/erlernte Verhaltensweisen, Wesen, Frustrationstoleranz uvm.). Also kurz: Das Ziel/die Motivation ist der Trieb...das Verhalten bzw. das Instrument, das benötigt wird, um dieses Ziel zu erreichen ist dann das entsprechende Verhalten (z.B. Aggression, Territorialverhalten usw.). Das wäre jetzt mein Gedankengang gewesen, aber ich freue mich natürlich, wenn mir jemand auf die Sprünge hilft, wo genau mein Denkfehler liegt. Ich möchte es sehr gerne nachvollziehen können und verstehen.

Ich behaupte auch nicht, dass jeder Rottweiler auf Dackel oder Menschen losgeht und damit aggressives Verhalten an den Tag legt...ich denke, in diesem Fall lag die "Schuld" beim Züchter, der a) vollkommen verantwortungslos gehandelt hat (so etwas darf einfach nicht passieren) und b) seine Hunde nicht wirklich im Griff hatte und nicht im Stande war seine Tiere aus der hohen Trieblage wieder halbwegs runterzufahren. Ob die Hunde zudem vllt. nicht ganz wesensfest waren oder sonstige Umstände eine Rolle gespielt haben, weiß ich nicht - das kann und will ich nicht beurteilen.

Setze ich aber einen Golden Retriever der gleichen Situation aus, der in der Regel wenig/gar keinen Schutztrieb und Territorialverhalten aufweist, würde der Hundehalter/Züchter gar nicht erst in diese unangnehme Situation kommen. Dem Hund "ohne Schutztrieb" fehlt ja schon allein die Motivation bzw. überhaupt das Ziel, sich oder/und sein Rudel (darüber lässt sich auch wieder streiten) zu bewachen. Und dabei geht es mir nicht darum, dass ein Rottweiler der "bösere" Hund ist als der Retriever...die Hunde wurden schließlich für vollkommen unterschiedliche Aufgaben gezüchtet und erfüllen lediglich "ihren Job" - das ist auch gut so. Ich mache dem Rottweiler keinen Vorwurf, möchte aber zu verstehen geben, dass man als Halter eines Hundes mit ausgeprägten Schutztrieb und Territorialverhalten vor Probleme gestellt wird, die u.U. weitreichende Folgen nach sich ziehen könnten, wenn das Ganze aus dem Ruder läuft. Nicht umsonst würde man einem Anfänger/unerfahrenen Hundehalter wohl nicht unbedingt einen Herdenschutzhund ans Herz legen. Man muss schon wissen, was man sich da ins Haus holt und welche Gefahren/Probleme es nach sich ziehen kann, wenn die Erziehung nicht so glatt laufen sollte.

Um das jetzt noch genauer zu erläutern und auseinanderzupflücken, müsste man wahrscheinlich zunächst mal genau definieren, was man unter Schutztrieb versteht, aber das würde hier zu weit führen und vermutlich nur in Haarspalterei enden...aber vllt. hat man ganz grob verstanden, was ich meine und dass ich Aggression sicherlich nicht mit Trieben gleichsetze, sprich: Ich gehe nicht davon aus, dass ein Aggressionstrieb existiert.



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#62

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 17.05.2012 13:19
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@Mulle: Ein "Jobmodus" kann sich also Deiner Meinung nach vollkommen vom Alltagsmodus unterscheiden. Dann hoffe ich sehr, dass der Hund das auch weiß. Ein Hund, der im Job Fremde verbellen und angehen darf, darf dieses in einer ähnlichen Alltagssituation auf einmal nicht mehr. ich halte das gerade bei einem, wie Du sagst, im Alltag zurückhaltenden Hund für bedenklich.

@Prometheus: ich sehe das genauso wie Du. Und genau darum war mir die Definition des Weißen SChäferhundes sehr wichtig. Es wäre lange Zeit die Chance gewesen, ihn anders anzusiedeln wie die übrigen SChäferhunde. Denn das "Versagen" auf dem Hundeplatz im Schutzdienst wäre auch eine Chance gewesen, den weißen Schäferhund, der ja charakterlich ein etwas anderes, weicheres,sensibleres Wesen aufweist, anders auszurichten. Dies ist nicht geschehen, es wird verstärkt auf Leistung gearbeitet, um so eine Verbesserung zu erreichen. Ich denke, für die Hundesportler wird der Weiße damit langsam zu einem Idealhund, für Familien, die einen Begleiter für den Alltag suchen, könnte genau diese Zuchtrichtung aber ein Zuviel an Herausforderung bedeuten.

Die Hunde werden (sind bereits) viel selbstbewußter geworden und daher eher bereit, die Konfrontation zu suchen anstatt zu versuchen, der unangenehmen Situation auszuweichen.

Beim WEißen Schäferhund treffen eben mehrere Interessen aufeinander. Da sind die SChäferhundler, die im Hintergrund den "farbigen" als Ideal sehen (dies immer wieder abstreiten, aber anders handeln), da sind die Menschen, die im Weißen eine echte Alternative gesehen haben, weil er eben NICHT so ist, wie die anderen Schäferhundetypen. Die Rasse steht dazwischen ohne dass sich eine bestimte Richtung hat etablieren können. Momentan findet sich noch beides, die Leistungshunde hauptsächlich und zunehmend innerhalb der FCI, die übrigen eher außerhalb; hier aber leider oft ohne die wesensmäßige kontrolle, die viele Hunde dann wieder in das extrem ängstliche zurückfallen lässt. Hinzu kommen die Züchter, die "einfach nur" züchten.


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#63

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 17.05.2012 17:25
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Ich lese schon die ganze Zeit mit hier und finde das sehr interessant, obwohl ich manche Sachen nicht ganz nachvollziehen kann

Hades hat einen sehr guten spieltrieb und geht auf Dummy oder Ball gut ab - finde ich gut und das was er hat reicht mir völlig aus desweiteren machen wir beide Fährte und auch Schutzdienst, durch den Hundekindergarten hat er ständig wechselnde Hunde hier, fremde Menschen, wir machen Stand wo er mit ist und präsentiert, gehen mal in die Stadt oder Zoo usw. usw.

Was ich damit ausdrücken möchte, Hades macht viele Sachen ist manchmal auch zurückhaltend bei fremden Menschen, kann im Schutzdienst richtig abgehen, wenn er denn vorallem frust schiebt aber tortzalledem ist er leicht händelbar, weil Grundgehorsam oberstes Gebot ist und das ist meiner Meinung nach der Punkt den viele vergessen oder der auf der Strecke bleibt.

Grundgehorsam/UO ist das A und O und muss sein und klappen. Ich kann im Alltag in verschiedene Situationen kommen wo es teilweise an Platzarbeit erinnert, und da muss der Hund abrufbar und kontrollierbar sein.


Ich stimme auch mit Gaby überein, jeder Welpe kann spielen mancheiner muss es lernen und der eine halt mehr und der andere eben weniger, obendrein kann man sehr viele Sachen fördern, erlernen, prägen usw. man kann aus jedem Hund was machen, aber die Frage ist doch auch dabei was möchte man aus seinem Hund machen und welche Ansprüche hat man???

Wenn ich einen Hund für Hundesport haben möchte stell ich mir erstmal die Frage was möchte ich machen, wieweit möchte ich kommen, wieweit geht mein ehrgeiz - und dann schau ich nach Rassen die es erfüllen können. Ich schreibe bewusst können, denn Garantie kann einem keiner geben.
Und wenn ich den passenden Züchter gefunden habe lass ich den mit aussuchen, denn schliesslich ist der Züchter ständig mit den Welpen zusammen und kann mir schon sagen wers mitbringen würde von den Welpen und wer nicht.


Lieben Gruss Simone und Meute
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#64

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 17.05.2012 22:14
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Mal kurz noch eine Frage zu dem Rottweiler... Kann es denn nicht genauso der Jagdtrieb gewesen sein, der ihn dazu veranlasst hat den Dackel anzugreifen? Oder steckt ein Hund tatsächlich in einer fremden Umgebung, in der er auch nur "kurze" Zeit ist, schon ein "Territorium" ab? Schutztrieb klingt für mich in der Situation irgendwie nicht "passend".


Und zum Thema

Der Weiße "stammt" doch eigentlich vom Deutschen ab. Wie aber kam es zu den Wesensunterschieden? Waren die weißen aus den "normalen" Würfen früher, schon immer anders vom Wesen her?


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#65

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 17.05.2012 22:53
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Trieb bestimmt die Stärke der inneren Motivation, an ein Ziel (Bedürfnisse befriedigen) zu gelangen.

Was dein Rottweiler dort auf der Ausstellung veranstaltet hat, war sicherlich eine Art von Aggressionsverhalten. Es gibt keinen Aggressionstrieb. Mit Trieb hat dieses Verhalten nichts zu tun, sondern mit seinem Sozialverhalten, das er über Erfahrungen und Erziehung - oder keine - erlernt hat.

Aggressionsverhalten kann sich in Kampf, Flucht, Erstarren oder Ablenkung äußern. "Dein" Rottweiler hat den Kampf gewählt. Das Warum, das dahinter steht, kann Selbstschutz oder ein Gegenangriff aufgrund von Bedrohung, auch falsch verstandener Bedrohung, gewesen sein.

Du setzt Schutztrieb, den ich übrigens so nicht definieren würde, und Territorialverhalten auf eine Stufe. Trieb bestimmt lediglich die Intensität. Das Verhalten resultiert aus Erlerntem und Erfahrungen, wie stark der Hund beispielsweise seinen Gegner einschätzt, ob er Gefahr wittert, wie er seine Chancen zu gewinnen sieht. Vielleicht war sogar Angst im Spiel, welche oft die Situation verzerrt.

Das beschriebene Verhalten bei den Rottweilern sehe ich aber auch oft bei vielen kleinen Rassen, die zum Teil über ein recht ausgeprägtes Aggressionsverhalten verfügen, nur dass man bei ihnen oft darüber hinwegsieht oder sie belächelt, weil sie aufgrund ihrer verschwindenden Größe zu keinen großangelegten Kampfhandlungen in der Lage sind. Auch bei den Zwergen hat es nichts mit Trieb zu tun, sondern ist Resultat falscher Sozialisierung oder erlernten / antrainierten Verhaltens aufgrund von Erfahrungen oder Erziehungsfehlern. Hier wird sicherlich die angenommene Bedrohung allein durch die Größe des Gegenüber eine Rolle spielen.


Grüße aus Thüringen
Sabine und ihre Silbertaler


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#66

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 17.05.2012 23:11
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Um diese Frage zu beantworten müsste man wohl letzendlich Zeitzeugen ausfindig machen und ich denke, das wird schwer werden.

Es wurde nach der Teilung der Rasse bei den "bunten" einfach weiter auf Gebrauchtseigenschaften wert gelegt und bei den Weissen wurde dies leider vernachlässigt, ob nun damals gewollt oder einfach aus dem zwang heraus, da es nun keine breite Zuchtbasis mehr gab sei dahin gestellt.. Ich persönlich geh vom zweiten Hintergrund aus. Stammt der WSS wirklich vom DSH ab? Vor der Streichung der Farbe Weiß aus dem Standard war es eine Rasse des selben Ursprungs, wie kann dann die eine Rasse von der anderen Abstammen? Zumal der erste offiziell eingetragene Deutsche Schäferhund einen Weissen Vater hatte..

Wie ihr sicherlich merkt, gehöre auch ich eher zu den Liebhabern der offenen, aktiven, triebigen weissen Schäferhunde und arbeite mit meinen Hunden nahezu täglich - sei es in der Fährte, Unterordnung oder Schutzdienst. Jeder Hund hat andere Talente, doch keins dieser Talente würde sich so schön fördern lassen ohne den Trieb.

Da stelle ich mal die Frage, was ist Trieb eigentlich? Welche Arten des Triebes sprechen wir wann an? Ich denke, das ist die Kernfrage.
Zudem liegt es wohl im Auge des Betrachters, wieviel Trieb ein Hund hat.

Ich denke zudem auch, dass es eher fragwürdig ist einen Hund der im Alltag eher zurückhaltend ist, in den Konflikt zu bringen, in dem er Fremde auf der anderen Seite angehen und verbellen darf.


LG Anika und das Rudel vom Niehuser See

"The future belongs to those who believe in the beauty of their dreams!" (Eleanor Roosevelt)


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#67

RE: "Anforderungen" an WSS

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Bleiben wir mal bei dem Rottweiler: der Hund hat den Angriff gewählt. Warum, darüber kann man streiten. Weil er GERLERNT hat, dass er sein Ziel über den Angriff erreichen kann? Weil ihm das Ziel, anzugreifen, als lohnend genug erschien? Wir glauben zu wissen, wie Hunde reagieren, fühlen, agieren ... sicher wissen können wir das nie.

Sabine sagte gerade, trieb bestimme die Stärke der inneren Motivation ein Ziel zu erreichen. Ist dies die Definition, würde ein Hund, der viel Trieb hat, ein Ziel mit stärkere Intension verfolgen als einer mit weniger Trieb. Das bezieht sich dann aber nicht ausschließlich auf das Arbeiten auf dem Hundeplatz, sondern auch auf alltägliche Situationen. Ziele können dann durchaus Gegenstände, Futter oder das Vertreiben von Fremden aus dem eigenen Territorium (Grundstück / Haus) sein. Und hier beginnt dann der Alltag: der Mensch, der ein Grundstück betritt, um nach dem Weg zu fragen. Der Fremde, der einen Stock hält.
Erziehungsfehler wirken sich dann bei einem Hund mit mehr Trieb stärker aus als bei eienm ... sagen wir mal in dieser Hinsicht gleichgültigen Hund - . Der ist dann leider in der Arbeit aber auch etwas phlegmatischer. Im Alltag für den Normalo aber einfach leichter beherrschbar. Denn . seien wir mal ehrlich: die meisten Hundehalter sehen den Hund als Mitläufer und nicht als (einzigen) Lebensinhalt.

@Emily: Zuchtpotential war eigentlich immer vorhanden. Wäre es so, wie Du sagst, hätte man sich besser darauf geeinigt, die vorhandenen Zuchthunde breit angelegter zu nutzen und nicht (fast) ausschließlich auf Ausstellungssieger und CHampions zurückzugreifen. Auch eine Zuchtbuchschließung in der FCI war keine zwingende Notwendigkeit - man hätte sie für jeden offen halten können. Ahnentafel vorausgesetzt und die ZZLP sowie Gesundheitsüberprüfungen hätten für die ntowendige wesens- und gesundheitliche Selektion gesorgt. Aber es war wichtiger, dass die Nicht-VDH-Züchter Welpen nicht mehr mti dem Argument "wenn ihr einen VDH-Hund wollt, lasst ihn halt registrieren" verkaufen konnten. Es war für die Züchter wichtiger, ja. Ein verständlicher, für den Genpool (der immer mal als Argument herhaten muss) sicher eine falsche Entscheidung, da sie an einem Punkt einschränkte, den man ohne Not hätte offenhalten können.


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#68

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 18.05.2012 09:41
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Zitat von Biene

Zitat
Ich bezeichne meine Hündin als absolute Triebsau. Sie ist trotzdem ruhig und still, wenn ich es verlange (auch wenn sie hin und wieder noch nachfragt, ob ich das ernst meine) und sie ist ganz klassisch, wie es im Standart steht, distanziert gegenüber Fremden. Geht jemand ungefragt auf sie zu, weicht sie zurück, will jemand sie ohne vorherige Kontaktaufnahme berühren, lässt sie das nicht zu und würde sicher auch warnen.
ABER: Ist sie im Jobmodus (Mantrailen) gilt das nicht mehr. Da wird das (fremde) Opfer gesucht



Dieses Meideverhalten passt meiner Meinung nach nicht so recht zu einem überdurchschnittlich triebigen Hund. Die Arbeitshunde unter den Weissen, die ich kenne, sind total offen und frei, auch Fremden gegenüber. Und dieses offene Wesen halte ich, persönlich, für besonders wichtig, wenn ich über den Trieb arbeite.

Wie alt ist deine Hündin? Darf ich fragen, wer die Eltern von ihr sind? War die Aufzucht optimal?




Darfst du gerne. Sie ist 8 Monate und aus diesem Wurf: http://www.weisser-schweizer-schaeferhund.net/S-Wurf.html
Ihren Vater kenne ich nicht persönlich, aber ihre Mutter habe ich als kein bisschen zurückhaltend erlebt, sondern eher als Schmusemonster (Mir fast ein bissche zu aufdringlich - aber meine Horde war sofort um den Finger gewickelt.)
Ich weiß nicht, in wie weit ihr Verhalten direkt aus ihr hervorgeht und in wie weit es Erziehung ist - in jedem Fall ist es genau das, was ich mir wünsche, denn mein Horror wäre ein aufdringlicher Hund. Vermutlich ist es also zum Großteil Erziehung . Ich habe sie in meinem Beruf (ich bin Autorin und reise hin und wieder) häufig auf Veranstaltungen an meiner Seite. Dabei bewegt sie sich oft unter Menschen, die mit Hunden nichts zu tun haben (wollen). Desweiteren haben wir oft Kinder im Haus, manche haben Angst vor Hunden. D.h. im Idealfall verhält sich mein Hund absolut neutral und ignoriert fremde Menschen, das bedeutet für alle am wenigsten Stress. Mit einem HUnd, der offen auf jeden zugeht und infolge dessen auch Menschen begrüßen möchte, hätte ich Probleme, die ich mit meiner Hündin, die eher auf Abstand bleibt, nicht habe. Um ihr dies von Anfang an klarzumachen, habe ich sie immer, wenn jemand ungefragt auf sie zuging, hinter mich genommen - sie durfte dann erst auf meine Freigabe mal schauen gehen (und tut das dann auch). Oder eben auch mal nicht.
Die Distanz ist also gewollt und unterstützt und die im Standart angegebene Distanz zu Fremden war mit ein Grund, warum ich mich für diese Rasse entschieden habe. Natürlich unterstütze ich Verhaltensweisen, die ich haben möchte.

Erstaunlich finde ich es wirklich, dass sie im Jobmodus komplett anders agiert. Die ersten beiden Male hat sie sich noch bei mir rückversichert ("Zu dem darf ich laufen? Ja?"), seitdem tut sie es einfach - aber nur und ausschließlich im Trailergeschirr. Ich finde das ganz erstaunlich und wunderbar; in meinen Augen ist das eine grandiose Leistung.


Zitat von GabyvD
@Mulle: Ein "Jobmodus" kann sich also Deiner Meinung nach vollkommen vom Alltagsmodus unterscheiden. Dann hoffe ich sehr, dass der Hund das auch weiß. Ein Hund, der im Job Fremde verbellen und angehen darf, darf dieses in einer ähnlichen Alltagssituation auf einmal nicht mehr. ich halte das gerade bei einem, wie Du sagst, im Alltag zurückhaltenden Hund für bedenklich.



Das war jetzt z.B. auf Hunde bezogen, die in den Schutzdienst gehen, ich dachte dabei nicht an meine Hündin - für die halte ich den Schutzdienst wirklich für komplett ungeeignet. Konkret dachte ich dabei an den Rottweiler einer Bekannten, der im Schutzdienst ausgebildet wird. Natürlich darf, nein, soll der da verbellen und stellen - und das tut er sehr gut. Zu Hause zuckt der nicht mal mit dem Ohr, wenn jemand kommt und würde dem Einbrecher vermutlich noch die Pantoffeln bringen, solange sein Fraule kein Kommando gibt. Und das will man doch von einem Hund, der im Sport geführt wird, aber in einer Familie lebt?


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#69

RE: "Anforderungen" an WSS

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Hallo Gaby,
So sieht es heute aus... Aber wie sah es früher aus, als die Farbe Weiss gerade frisch als Varietät aus dem Standard gestrichen wurde, danach wurde gefragt. Wie waren die Hunde damals? Waren sie trieblich genauso angelegt wie der ich nenne ihn mal farbige in der damaligen Zeit?

Ja, was Sabine geschrieben hat, habe ich gelesen. Doch diese Antwort ist mir zu wenig, daher fragte ich nach wann wir welchen Trieb bei unseren Hunden ansprechen.


LG Anika und das Rudel vom Niehuser See

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#70

RE: "Anforderungen" an WSS

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Zitat
daher fragte ich nach wann wir welchen Trieb bei unseren Hunden ansprechen.




Es gibt auch Versuche, den Trieb mit zig verschiedenen Arten zu erklären. Nun, wem es gefällt...

Ich bin Praktiker, der in Theorien die Logik sucht, die funktioniert. Ich habe sie gelesen, die vielen Abhandlungen, und bin Theorien gewiß nicht abgeneigt. Ob man nun aber aus den drei Grundbedürfnissen 3 oder 4 Triebarten ableitet oder eher 23, liegt im Auge des Betrachters. Je mehr Unterteilungen diese Theoretiker finden, um so weniger anwendbar sind diese Theorien auf den Hund.

Was nämlich niemand lehren kann, ist, dass man in der Lage sein muss, seinen Hund zu lesen! Die Kombination nämlich von Grundbedürfnis, innerem Antrieb und Folgeverhalten bietet in jeder Situation eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten.

Aber eigentlich ist alles ganz einfach. Hast du alles richtig erkannt, interpretiert und reagiert, wird dir der Erfolg Recht geben.


Grüße aus Thüringen
Sabine und ihre Silbertaler


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#71

RE: "Anforderungen" an WSS

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Hallo Sabine, da gebe ich dir absolut Recht. Nur um den Hund lesen zu können muss ich ja schon etwas an Grundwissen haben um das von Hund gezeigte in die für mich richtige Richtung lenken zu können.


LG Anika und das Rudel vom Niehuser See

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#72

RE: "Anforderungen" an WSS

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Sabine sagte gerade, trieb bestimme die Stärke der inneren Motivation ein Ziel zu erreichen. Ist dies die Definition, würde ein Hund, der viel Trieb hat, ein Ziel mit stärkere Intension verfolgen als einer mit weniger Trieb. Das bezieht sich dann aber nicht ausschließlich auf das Arbeiten auf dem Hundeplatz, sondern auch auf alltägliche Situationen. Ziele können dann durchaus Gegenstände, Futter oder das Vertreiben von Fremden aus dem eigenen Territorium (Grundstück / Haus) sein. Und hier beginnt dann der Alltag: der Mensch, der ein Grundstück betritt, um nach dem Weg zu fragen. Der Fremde, der einen Stock hält.



Das sehe ich genauso wie Gaby.
Natürlich ist es bei vielen Hundesportarten sehr wichtig, dass der Hund einen gewissen Trieb hat. Muss ja nicht immer die Schutzhundarbeit sein. Auch auf der Fährte braucht der Hund, den Trieb unbedingt seine Gegenstände finden zu wollen und sich durch nichts davon ablenken zu lassen.

Aber ob der Trieb sich immer an-und ausschalten lässt, da bin ich im am Zweifeln.
Will der stark trieblich veranlagte Hund, halt unbedingt den Stock, den ein Kind gerade hält, wird er eher darum kämpfen als ein trieblich schwächerer Hund.
Wem was lieber ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wir haben ja 2 Weisse:
Rico ist 5 Jahre und trieblich eher weniger stark veranlagt, aber ein absolut souveräner Hund, der die ZZP im Wesen mit 100 Punkten abgeschlossen hat. Das heisst er hat auch mit mir und dem Wesenprüfer um Beute gekämpft. Trotzdem habe ich bei ihm mehr Erfolg, wenn ich über Leckerchen auf dem Hundeplatz mit ihm arbeite als mit Beute. Für mich ist Rico der absolut perfekte Familienhund, mit dem man aber auch auf dem Hundeplatz arbeiten kann. Immerhin haben wie die Obedience Prüfung Klasse 1 mit V bestanden.

Ben ist jetzt knapp ein Jahr und ein absoluter Temperamentsbolzen, total triebig, geht für sein Spielzeug durchs Feuer. Das Arbeiten auf dem Hundeplatz macht mit so einem Hund wesentlich mehr Spass und bringt auch schnellere Erfolge. Aber im Hausgebrauch ist er anstrengend. Man muss immer ein wachsames Auge auf ihn halten, damit er nicht auf die Idee kommt einen Jogger anzubellen oder Vögel übers Feld zu jagen. Natürlich ist das auch Erziehungssache. Aber bei einem solchen Hund, musst Du halt immer aufpassen, dass er nicht auf "blöde" Ideen kommt.
Bei Rico weiss ich 100%-ig, dass er nichts anstellt, selbst wenn er mal igendwas im Kopf hat, versichert er sich mit einem Blick zu mir, ob das auch OK ist. Er ist halt nicht so wild darauf seinen Willen oder sein Ziel durchzusetzen, triebärmer halt.
Ben dagegen springt erst auf und fängt dann erst an zu denken.
Ich würde aber auf keinen Fall behaupten, dass Ben selbstbewusster als Rico ist, eher im Gegenteil.

Ich glaub, ich habe es schon ein-zweimal erwähnt für mich haben Trieb und Selbstsicherheit nicht eine zwingende Korrelation. Natürlich bedingt es sich sehr oft, aber die Veranlagung zur Ängstlichkeit in einer Rasse durch Selektion z.B. Richtung Schutzhundsport heraus zu züchten, halte ich persönlich für nicht unbedingt sinnvoll.

Aber ich habe auch nichts dagegen, wenn jemand diesen Sport betreibt, wenn es Hund und Frauchen/Herrchen Spass macht, ist es sicherlich eine schöne Hundesportart.
Aber generell auf Trieb zu züchten mit der Begründung, dass wir damit dann irgendwann keinen ängstlichen Hunde mehr haben, ist nicht meine Richtung.


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#73

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 18.05.2012 14:55
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Zitat
Ich glaub, ich habe es schon ein-zweimal erwähnt für mich haben Trieb und Selbstsicherheit nicht eine zwingende Korrelation. Natürlich bedingt es sich sehr oft, aber die Veranlagung zur Ängstlichkeit in einer Rasse durch Selektion z.B. Richtung Schutzhundsport heraus zu züchten, halte ich persönlich für nicht unbedingt sinnvoll.

Aber ich habe auch nichts dagegen, wenn jemand diesen Sport betreibt, wenn es Hund und Frauchen/Herrchen Spass macht, ist es sicherlich eine schöne Hundesportart.
Aber generell auf Trieb zu züchten mit der Begründung, dass wir damit dann irgendwann keinen ängstlichen Hunde mehr haben, ist nicht meine Richtung.



Ich kenne niemanden, der das macht.

Ich kann dir sagen, was ich mache. Ich selektiere nach Gebrauchsfähigkeit für den Schutzdienst, weil man da Trieb und Selbstsicherheit sowie Belastbarkeit braucht. Mit Trieb allein ist noch niemandem gedient, siehst du ja an deinem Ben.

In der Kombi von Trieb mit Belastbarkeit und Selbstsicherheit bekomme ich Hunde, die alltagstauglich sind und gern auf dem Hundeplatz arbeiten, zusätzlich sogar noch leicht auszubilden sind. Und dann bekommt man von Generation zu Generation vielleicht auch das Thema Angst in den Griff.


Grüße aus Thüringen
Sabine und ihre Silbertaler


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#74

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 18.05.2012 15:48
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@Mulle: Es gibt nicht nur aufdringlich und zurückhaltend. Einem aufdringlichen Hund, der über die Straße spurtet und jeden anfreut, kann ich über Erziehung klar machen, dass das nicht geht. Diesen Hund kann ich lenken, indem ich ihn lehre, die Sichtkontakt mit dem Gegenüber aufzunehmen und erst nach einem Signal von dort UND/oder von mir den kontakt herzustellen. Auch das "wie" der Kontaktaufnahme ist trainierbar.

dazu muss der Hund aber als Grundvoraussetzung ein aufgeschlossenes Wesen haben. Ein hund, der zurückhaltend ist und sich nicht von jedem anfassen lässt (wie es bei vielen Weißen war/ist), ist in dieser Hinsicht anstrengender. Ich denke, man kann leichter dem eigenen Hund beibringen, Kontakte nur nach ok herzustellen als einen Fremden davon abzuhalten, dem Hund -ungefragt- mal eben über den kopf zu streicheln. Mal eben im Vorübergehen machen das sogar ganz viele Erwachsene - von heranstürmenden, johlenden Kindern ganz zu schweigen. Wenn ein Hund damit umgehen kann, und weder (warnend) bellt noch zurückweicht, ist er meiner Meinung nach alltagstauglich.

Das zurückhaltende Wesen im Standard sehe ich daher skeptisch. Zugegeben, wir haben keine Retriever, aber ich würde mir einen unaufdringlichen, in der öffentlichkeit vollkommen unauffälligen Hund wünschen. Anfassen-lassen ist schon häufiger ein THema hier gewesen - ich sehe es in der heutigen Gesellschaft als Notwendigkeit an, jedenfalls wenn man mti dem Hund in die Öffentlichkeit geht.


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#75

RE: "Anforderungen" an WSS

in Gedanken vor dem Kauf 18.05.2012 16:01
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Zitat
In der Kombi von Trieb mit Belastbarkeit und Selbstsicherheit bekomme ich Hunde, die alltagstauglich sind und gern auf dem Hundeplatz arbeiten, zusätzlich sogar noch leicht auszubilden sind. Und dann bekommt man von Generation zu Generation vielleicht auch das Thema Angst in den Griff.



Die Frage ist doch aber, ob wir gegen die Angstproblematik wirklich zwangsläufig Hunde züchten müssen, die auf dem Hundeplatz Trieb und Belastbarkeit zeigen.
Nach dem Motto: Wenn ich einen nicht ängstlichen Weissen Schäferhund züchten will, muss ich in Richtung Schutzdienst gehen.
Das sehe ich halt vollkommen anders.
Es gibt ja genug Hunderasse, die nicht grundsätzlich ängstlich sind und trotzdem nicht als Gebrauchshunde gelten.
Für mich ist der ideale Weisse, ein selbstsicherer souveräner Hund, der auch Ambitionen im Hundesport hat, aber ein Hund der eher beobachtend abwartet als nach vorne geht bei einer ungewohnten Situation. Eben keine Triebkanone.


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